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Gina Hanauer Güstrow: Mordfall Fabian – Prozess, Biografie und aktuelle News 2026

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By Elias
September 14, 2026 8 Min Read
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Gina H. im Fall Fabian: Aktueller Stand des Mordprozesses in Rostock

Stand: 14. September 2026

Im Mordprozess um den achtjährigen Fabian aus Güstrow hat sich der Schwerpunkt zuletzt auf die Aussage der Angeklagten Gina H. verlagert. Nachdem sie am 24. August 2026 erstmals ausführlich vor dem Landgericht Rostock ausgesagt und ihre Unschuld beteuert hatte, stellte sie sich am 10. September erstmals den Fragen des Vorsitzenden Richters. Die Befragung dauerte knapp sechs Stunden und war am Ende noch nicht abgeschlossen. Nach derzeitiger Planung soll sie am 15. September fortgesetzt werden. Ein Urteil gibt es bislang nicht.

Aktueller Stand im Prozess gegen Gina H.

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Gina H. muss sich seit dem 28. April 2026 vor dem Landgericht Rostock verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft der 30-Jährigen vor, Fabian am 10. Oktober 2025 aus der Wohnung seiner Mutter in Güstrow gelockt und an einem Tümpel bei Klein Upahl, etwa 15 Kilometer südlich von Güstrow, getötet zu haben. Anschließend soll sie laut Anklage zum Fundort zurückgekehrt sein und den Leichnam angezündet haben. Gina H. bestreitet, etwas mit dem Tod des Jungen zu tun zu haben.

Der Prozess ist damit weiterhin nicht abgeschlossen. Die aktuellen Verhandlungstage befassen sich unter anderem mit den Angaben der Angeklagten, Bewegungsdaten ihres Mobiltelefons und der Frage, wie verschiedene Zeugenaussagen in die zeitliche Rekonstruktion des 10. Oktober 2025 einzuordnen sind.

Was geschah mit Fabian?

Fabian wurde am 10. Oktober 2025 in Güstrow als vermisst gemeldet. Vier Tage später wurde seine Leiche an einem Tümpel bei Klein Upahl gefunden. Nach Darstellung der Staatsanwaltschaft soll der Junge kurz nach seinem Verschwinden getötet worden sein. Die Ermittler gehen laut NDR davon aus, dass sich die entscheidende Zeitspanne am 10. Oktober zwischen etwa 11 und 15 Uhr befand.

Wichtig ist dabei die Unterscheidung zwischen dem Zeitpunkt des Verschwindens und dem Fundort der Leiche. Der Tümpel bei Klein Upahl ist der Ort, an dem Fabian gefunden wurde und an dem die Staatsanwaltschaft den mutmaßlichen Tatort sieht. Die genaue Rekonstruktion des Geschehens ist jedoch Gegenstand des laufenden Prozesses.

Die Ermittlungen stützen sich nicht auf ein Geständnis. Nach Angaben des NDR wurden vor Prozessbeginn mehr als 1.000 Spuren ausgewertet und rund 60 Zeugen befragt. Auch im Prozess wurden zahlreiche Zeugen und Gutachter gehört.

Was wird Gina H. vorgeworfen?

Nach Darstellung der Staatsanwaltschaft soll Gina H. Fabian am 10. Oktober aus der Wohnung seiner Mutter gelockt haben. Anschließend soll sie ihn zu dem Tümpel bei Klein Upahl gebracht und dort mit einem Messer getötet haben. Die Staatsanwaltschaft geht zudem davon aus, dass der Leichnam später angezündet wurde. Diese Darstellung ist Teil des Anklagevorwurfs und keine gerichtliche Feststellung.

Als mögliches Motiv sieht die Staatsanwaltschaft die frühere Beziehung zwischen Gina H. und Fabians Vater. Nach der Anklage soll Gina H. den Jungen als Hindernis für eine erneute Beziehung mit seinem Vater angesehen haben. Ob sich diese Darstellung durch die in der Hauptverhandlung präsentierten Beweise bestätigen lässt, muss das Gericht entscheiden.

Gina H. weist den Mordvorwurf zurück. In ihrer Aussage stellte sie ihre eigene Version der Ereignisse vom 10. Oktober dar und versuchte unter anderem, Zweifel an belastenden Zeugenaussagen zu begründen.

Was sagte Gina H. im August 2026?

Am 24. August verlas Gina H. vor dem Landgericht Rostock erstmals selbst eine umfangreiche Erklärung. Nach NDR-Angaben umfasste diese 95 Seiten. Sie beteuerte darin ihre Unschuld und schilderte unter anderem ihre Aktivitäten am Tag von Fabians Verschwinden.

Nach ihrer Darstellung war am Morgen ein Hufschmied auf ihrem Grundstück in Reimershagen. Danach sei sie zu einer Bank nach Güstrow gefahren und anschließend in einem Wald südlich von Klein Upahl spazieren gegangen. Später habe sie sich mit einem Bekannten am Bolzsee getroffen. Die Ermittler gehen dagegen davon aus, dass Fabian in diesem Zeitraum entführt und getötet wurde.

Die Staatsanwaltschaft bewertete Teile ihrer Darstellung kritisch. Auch die Nebenklage sah in der Aussage keine Widerlegung des Mordvorwurfs. Die Verteidigung vertrat dagegen die Auffassung, Gina H. habe ihre Sicht der Ereignisse nachvollziehbar dargestellt.

Was passierte bei der Befragung am 10. September?

Am 10. September änderte sich die Situation im Gerichtssaal deutlich: Gina H. beantwortete erstmals Fragen des Vorsitzenden Richters Holger Schütt zu ihrer August-Aussage. Die Befragung dauerte knapp sechs Stunden. Nach Angaben des NDR waren am Ende des Tages noch nicht alle Fragen des Richters beantwortet.

Im Mittelpunkt standen unter anderem Angaben dazu, wo sich Gina H. am 9. und 10. Oktober 2025 aufgehalten hatte. Der Richter fragte nach Einzelheiten ihrer Wege, ihres Treffens am Bolzsee und eines Einkaufs in Güstrow. Dabei ging es auch um Unterschiede zwischen früheren Angaben und ihren Antworten im Gericht.

Auch ihre Fahrt in der Nähe des späteren Fundortes war Thema. Der Richter hinterfragte laut NDR, warum Gina H. am Vormittag des 10. Oktober in einem Wald bei Klein Upahl unterwegs gewesen sei und anschließend einen Weg genommen habe, der sie nahe an den späteren Fundort führte. Gina H. bestritt weiterhin jede Beteiligung an Fabians Tod.

Die Bewertung dieser Antworten ist zwischen den Prozessbeteiligten umstritten. Die Anwältin von Fabians Mutter sah Widersprüche, während Verteidiger Andreas Ohm ebenfalls mögliche Widersprüche einräumte, ihnen aber keine ausreichende Beweiskraft für einen Tatnachweis zuschrieb. Entscheidend ist letztlich die Bewertung durch das Gericht.

Welche Rolle spielen die Handydaten?

Die Bewegungsdaten des Mobiltelefons von Gina H. gehören zu den wichtigen technischen Beweismitteln des Prozesses. Ein Experte des Landeskriminalamtes hatte das sichergestellte Handy ausgewertet und versucht, anhand verschiedener Sensoren die Bewegungen des Geräts nachzuvollziehen.

Im August erklärte ein LKA-Experte, dass eine erneute Auswertung mit einer Methode, die bei der ersten Untersuchung noch nicht zur Verfügung gestanden habe, in wichtigen Punkten mit dem von der Staatsanwaltschaft rekonstruierten Ablauf vereinbar sein könnte. Die Verteidigung äußerte Zweifel an der Zuverlässigkeit einzelner Bewegungsdaten.

Am 10. September wurden die technischen Fragen erneut aufgegriffen. Das LKA hatte Vergleichsfahrten durchgeführt, um die aufgezeichneten Bewegungsdaten besser einordnen zu können. Nach Angaben des Experten konnten beide untersuchten Fahrtrouten vom Handy nachvollziehbar aufgezeichnet werden. Die Verteidigung verwies dennoch auf Ungenauigkeiten.

Damit liefern die Handydaten einen wichtigen Teil der Beweislage, ersetzen aber nicht die Gesamtbewertung sämtlicher Beweise durch das Gericht.

Welche anderen Beweise spielen eine Rolle?

gina hanauer güstrow

Der Prozess basiert auf einer Vielzahl von Indizien, Zeugenaussagen und technischen Auswertungen. Der NDR berichtete bereits Ende Juli über Spuren am Fundort, Fasern, Schuhabdrücke, Kommunikationsdaten und weitere Hinweise, die im Verfahren eine Rolle spielen. Dabei wurde zugleich deutlich, dass es keine unmittelbaren Augenzeugen der mutmaßlichen Tat gibt.

Besonders relevant ist deshalb die Frage, wie die einzelnen Indizien miteinander zusammenpassen. Die Staatsanwaltschaft versucht daraus eine zusammenhängende Rekonstruktion des Geschehens abzuleiten. Die Verteidigung stellt dagegen einzelne Beweismittel und Schlussfolgerungen infrage.

Auch digitale Spuren wurden im Verfahren thematisiert. Dazu gehören unter anderem Bewegungsdaten des Handys sowie Internet- und Kommunikationsdaten. Solche Daten können für die Rekonstruktion eines Tagesablaufs relevant sein, müssen aber im Zusammenhang mit den übrigen Beweisen bewertet werden. Eine einzelne digitale Spur beweist für sich genommen nicht die Täterschaft.

Was sagten die drei Kinder im September aus?

Am 3. September 2026 wurden drei Kinder als Zeugen gehört. Zwei Schulkameraden berichteten nach Angaben des NDR, sie hätten Fabian am frühen Nachmittag des 10. Oktober in Güstrow in der Nähe seiner Schule gesehen. Das ist deshalb relevant, weil diese Beobachtung zeitlich mit der von der Anklage angenommenen Rekonstruktion kollidieren könnte.

Die Aussagen sind jedoch nicht automatisch ein Beweis für die Unschuld der Angeklagten. Entscheidend ist unter anderem, ob die Kinder den Zeitpunkt und die Person tatsächlich richtig zugeordnet haben. Auch die Staatsanwaltschaft stellte die zeitliche Einordnung der Beobachtungen infrage. Die Zeugenaussagen müssen deshalb gemeinsam mit den übrigen Erkenntnissen bewertet werden.

Was sagte die Gefängnispsychologin aus?

Am 1. September wurde eine Psychologin der Justizvollzugsanstalt Bützow als Zeugin gehört. Nach ihrer Aussage hatte Gina H. ihr gegenüber wiederholt erklärt, unschuldig zu sein. Gleichzeitig habe die Angeklagte nach Darstellung der Psychologin damit gerechnet, am Ende des Prozesses verurteilt zu werden.

Diese Aussage beschreibt die Wahrnehmung der Psychologin aus ihren Gesprächen mit Gina H. Sie ist keine Feststellung über die Schuld oder Unschuld der Angeklagten und sollte entsprechend nicht als psychologischer Beweis für die Tat interpretiert werden.

Wer ist Gina H.?

Gina H. ist 30 Jahre alt und stammt aus Reimershagen im Landkreis Rostock. Sie ist als Springreiterin bekannt und war mit Fabians Vater liiert. Rund sieben Wochen vor Fabians Verschwinden soll sich der Vater von Gina H. getrennt haben. Fabian war sein Sohn.

Eine ausführliche öffentliche Biografie von Gina H. steht im Gegensatz zu den Prozessinformationen nicht im Mittelpunkt der seriösen Berichterstattung. Für die Einordnung des Verfahrens sind vor allem ihre Beziehung zu Fabians Vater, ihre Verbindung zum familiären Umfeld und ihre eigenen Angaben zu den Ereignissen im Oktober 2025 relevant.

Seit dem 7. November 2025 befindet sich Gina H. in Untersuchungshaft. Bis zu einer rechtskräftigen Verurteilung gilt für sie die Unschuldsvermutung.

Wie geht es im Prozess weiter?

Die Befragung von Gina H. ist nach dem langen Verhandlungstag am 10. September noch nicht abgeschlossen. Nach aktueller Berichterstattung soll der Prozess am 15. September 2026 mit weiteren Fragen an die Angeklagte fortgesetzt werden. Danach sollen auch Staatsanwaltschaft und Nebenklage Gelegenheit erhalten, Fragen zu stellen.

Mit einem Urteil wird derzeit im Oktober 2026 gerechnet. Dabei handelt es sich um eine aktuelle Prozesserwartung und nicht um einen bereits feststehenden Urteilstermin. Bis zum Urteil bleibt offen, wie das Landgericht die verschiedenen Indizien, Zeugenaussagen und Angaben der Angeklagten bewerten wird.

Gibt es bereits ein Urteil gegen Gina H.?

Nein. Zum Stand vom 14. September 2026 liegt kein Urteil vor. Gina H. ist Angeklagte in einem laufenden Strafprozess und gilt bis zu einer rechtskräftigen Verurteilung als unschuldig.

Die Frage, ob die Staatsanwaltschaft ihre Vorwürfe mit den in der Hauptverhandlung präsentierten Beweisen nachweisen kann, ist weiterhin offen. Genau diese Beweiswürdigung gehört zu den zentralen Aufgaben des Landgerichts Rostock.

FAQ zum Fall Fabian und Gina H.

Was ist der aktuelle Stand im Fall Fabian?

Der Mordprozess gegen Gina H. läuft vor dem Landgericht Rostock. Am 10. September beantwortete sie erstmals ausführlich Fragen des Vorsitzenden Richters. Die Befragung war nach knapp sechs Stunden noch nicht beendet und soll am 15. September fortgesetzt werden.

Was wird Gina H. vorgeworfen?

Die Staatsanwaltschaft wirft ihr vor, Fabian am 10. Oktober 2025 aus der Wohnung seiner Mutter gelockt, ihn bei Klein Upahl getötet und seinen Leichnam später angezündet zu haben. Das sind die Vorwürfe der Anklage, keine gerichtlichen Feststellungen.

Hat Gina H. die Tat gestanden?

Nein. Gina H. bestreitet, etwas mit Fabians Tod zu tun zu haben. Auch in ihrer ausführlichen Aussage im August 2026 beteuerte sie ihre Unschuld.

Was geschah am 10. September 2026?

Gina H. beantwortete am 27. Verhandlungstag mehrere Stunden lang Fragen des Vorsitzenden Richters. Dabei ging es insbesondere um ihre Angaben zu den Tagen vor und am 10. Oktober 2025. Die Befragung war am Ende noch nicht abgeschlossen.

Welche Bedeutung haben die Aussagen der drei Kinder?

Drei Kinder berichteten am 3. September, Fabian am 10. Oktober noch in Güstrow gesehen zu haben. Ihre Aussagen sind deshalb für die zeitliche Rekonstruktion relevant. Ob die Beobachtungen tatsächlich dem von ihnen genannten Zeitpunkt zuzuordnen sind, ist jedoch umstritten.

Wann könnte das Urteil fallen?

Nach der bisherigen Prozessplanung wird mit einem Urteil im Oktober 2026 gerechnet. Ein verbindlicher Ausgang des Verfahrens steht jedoch noch nicht fest.

Fazit: Prozess gegen Gina H. ist noch offen

Der Fall Fabian ist auch im September 2026 nicht abschließend geklärt. Im Mittelpunkt stehen weiterhin die Rekonstruktion des 10. Oktober 2025, die technischen Bewegungsdaten, Zeugenaussagen und die Frage, wie die verschiedenen Indizien zusammenpassen.

Mit ihrer ausführlichen Aussage im August und der anschließenden Befragung durch das Gericht hat Gina H. erstmals umfassend ihre eigene Darstellung der Ereignisse vorgetragen. Gleichzeitig sind dadurch neue Fragen zu einzelnen Abläufen und Widersprüchen entstanden. Die Befragung soll am 15. September fortgesetzt werden. Ein Urteil liegt bislang nicht vor.

Quellen

Gina Hanauer: Wer ist die Springreiterin aus Reimershagen?

Spurned woman ‘murdered ex’s son, 8, before Googling “do wild boars eat dead people” as boy’s dad says she’s innocent’

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Elias

Hallo, mein Name ist Elias und ich arbeite als Autor bei mittenews.de. Dort schreibe ich regelmäßig über aktuelle Themen aus den Bereichen Wirtschaft, Finanzen und digitale Trends. Mein Ziel ist es, komplexe Zusammenhänge verständlich zu erklären und meinen Lesern fundierte Einblicke in die Welt der Investments zu bieten. Wenn ich nicht gerade recherchiere oder Artikel verfasse, beschäftige ich mich gerne mit neuen Entwicklungen im Online-Journalismus und digitalen Marketing.

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