
Landtagswahl Sachsen-Anhalt 2026: AfD führt deutlich – Kirchen warnen vor Regierungsprogramm
Landtagswahl Sachsen-Anhalt 2026: AfD führt deutlich – Kirchen warnen vor Regierungsprogramm
Am 6. September 2026 wählt Sachsen-Anhalt einen neuen Landtag. Die Landtagswahl Sachsen-Anhalt 2026 gilt als richtungsweisend: Erstmals könnte die AfD eine Regierungsbeteiligung erreichen. Aktuelle Umfragen zeigen die rechtsextrem eingestufte Partei mit 40 bis 42 Prozent weit vorn – während Kirchenvertreter vor den Konsequenzen des AfD-Wahlprogramms warnen.
Was passiert bei der Landtagswahl Sachsen-Anhalt 2026?
Die Landtagswahl findet am Sonntag, 6. September 2026, statt. Die Wahllokale sind von 8 bis 18 Uhr geöffnet. In den aktuellen Umfragen dominiert die AfD sämtliche Erhebungen: Laut Infratest dimap (26. August) liegt sie bei 42 Prozent, die Forschungsgruppe Wahlen (28. August) sieht sie bei 40 Prozent. Die CDU von Ministerpräsident Sven Schulze folgt mit 22 bis 23 Prozent – ein historischer Tiefstand für die Regierungspartei im Land. Dahinter liegen die Linke (11–13 Prozent), die SPD (8–9 Prozent) und die Grünen (6 Prozent).
Warum diese Wahl wichtig ist
Die Landtagswahl Sachsen-Anhalt 2026 könnte die politische Landschaft im Bund nachhaltig verändern. Sollte die AfD die absolute Mehrheit verfehlen, gilt eine CDU-geführte Minderheitsregierung als wahrscheinlichste Variante – doch auch diese Option ist politisch schwierig. Besonders kontrovers diskutiert wird das AfD-Regierungsprogramm: Die Partei kündigt an, alle Landeszahlungen an die beiden großen Landeskirchen zu stoppen und den staatlichen Kirchensteuereinzug abzuschaffen.
Experten und Kirchenvertreter warnen
Katholischer Bischof Gerhard Feige von Magdeburg sieht bei der AfD einen „völkischen Nationalismus” und warnt vor „Rattenfängern”. Die Evangelische Akademie Sachsen-Anhalt in Wittenberg soll laut AfD-Programm ihre jährliche Landesförderung von 70.000 Euro verlieren – die Partei wirft ihr „politische Agitation” vor. Pfarrer Christoph Maier, Leiter der Akademie, nennt diese Vorwürfe „schlichte Propaganda”. Das Bistum Magdeburg kritisiert besonders den Satz im AfD-Programm: „Die AfD wird die Religionsfreiheit wieder auf angemessene Maßstäbe zurückführen” – gemeint ist damit eine Einschränkung der Religionsfreiheit für Muslime.
Was als Nächstes passiert
Nach der Wahl am 6. September werden die Hochrechnungen und das offizielle Wahlergebnis erwartet. Bei einer AfD-Stärke von 40 bis 42 Prozent wäre eine Alleinregierung rechnerisch möglich, aber nicht sicher. Koalitionsverhandlungen dürften sich schwierig gestalten: Die CDU schließt eine Zusammenarbeit mit der AfD aus, während die AfD ihrerseits eine Alleinregierung anstrebt. Die Sitzverteilung im neuen Landtag wird maßgeblich von der 5-Prozent-Hürde und den Wahlkreisergebnissen abhängen.
Wichtige Fakten zur Wahl

Termin: Sonntag, 6. September 2026, 8–18 Uhr
Aktuelle Umfragen: AfD 40–42%, CDU 22–23%, Linke 11–13%, SPD 8–9%, Grüne 6%
Besonderheit: AfD will Kirchenfinanzierung reformieren und staatlichen Kirchensteuereinzug abschaffen
Regierungsoptionen: AfD-Alleinregierung möglich, alternativ CDU-Minderheitsregierung
Wahlberechtigte: Rund 1,8 Millionen Menschen in Sachsen-Anhalt
FAQ zur Landtagswahl Sachsen-Anhalt 2026
Wann ist die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt 2026?
Die Wahl findet am Sonntag, 6. September 2026, statt. Wahllokale sind von 8 bis 18 Uhr geöffnet.
Wie lauten die aktuellen Umfragen?
Die AfD liegt bei 40–42 Prozent, gefolgt von der CDU mit 22–23 Prozent. Linke, SPD und Grüne folgen mit zweistelligen bzw. einstelligen Werten.
Was plant die AfD mit den Kirchen?
Die Partei will Landeszahlungen an die großen Landeskirchen streichen, die Evangelische Akademie komplett entfinanzieren und langfristig den staatlichen Kirchensteuereinzug abschaffen.
Welche Koalitionen sind möglich?
Bei Verfehlen der absoluten Mehrheit durch die AfD gilt eine CDU-geführte Minderheitsregierung als wahrscheinlichste Option. Eine Zusammenarbeit zwischen CDU und AfD wird von der CDU ausgeschlossen.
Wer sind die Spitzenkandidaten?
Für die AfD tritt Ulrich Siegmund an, für die CDU amtiert Ministerpräsident Sven Schulze als Kandidat.
Fazit
Die Landtagswahl Sachsen-Anhalt 2026 am 6. September wird zu einem politischen Testfall für die gesamte Bundesrepublik. Mit 40 bis 42 Prozent in den Umfragen steht die AfD so stark da wie nie zuvor bei einer Landtagswahl – doch eine Alleinregierung ist nicht sicher. Während die Partei ihre Kirchen-kritischen Pläne im Wahlprogramm festschreibt, warnen Bischöfe und Kirchenvertreter vor den demokratischen Konsequenzen. Die Regierungsbildung nach dem 6. September dürfte schwierig werden – und die Ergebnisse dieser Wahl werden weit über Sachsen-Anhalt hinaus beachtet werden.
